Geld mit YouTube verdienen: Der Schritt für Schritt Selbsttest (Teil 1 von 3)

Geld mit YouTube verdienen: Der Schritt für Schritt Selbsttest (Teil 1 von 3)

5. July 2021 0 By Daniel

2.000 Euro pro Monat oder mehr mit YouTube zu verdienen – und das ohne großen Aufwand, eigene Videos oder sein Gesicht zu zeigen?

Klingt doch zu gut um wahr zu sein, oder?

Es gibt so viele Seiten im Internet, auf denen Du kommerziell nutzbare Videos und Musik kostenlos herunterladen kannst. Wäre es dann nicht toll, wenn ich diesen Content einfach zusammenschmeißen und auf YouTube hochladen könnte, um damit Geld zu verdienen?

Natürlich klingt das im ersten Schritt logisch und einfach umzusetzen – aber gerade diese Einfachheit ist das, was mich stutzig macht… und Dich wahrscheinlich auch.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich durch mein Hobby ziemlich stark in die “Online Geld verdienen Szene” reingerutscht bin. Wahrscheinlich ist auch das der Grund, dass ich in den letzten Tagen und Wochen unglaublich viele von diesen Videos auf TikTok und YouTube gesehen habe… Aber gefühlt ist jedes 3. Video eins, das mir diese Idee schmackhaft machen will. Wenn Du nicht weißt, von was ich spreche, hier ist ein Beispielvideo.

Zu Deinem Glück bin ich ein ziemlich neugieriger Mensch. Und zwar so neugierig, dass ich beschlossen habe, einen Selbsttest durchzuführen.

Ich mache mich zu unserem gemeinsamen Versuchskaninchen und teste es einfach mal.

Ich werde Dich also mit auf ein Abenteuer nehmen und endgültig die Frage klären, ob man im Jahr 2021 mit solchen Videos (noch) Geld auf YouTube verdienen kann.

Dabei werde ich jeden meiner Schritte dokumentieren und Dir quasi eine Schritt für Schritt Anleitung erarbeiten. Ich werde aber auch meine Fehler und Sachen, die ich im Nachhinein besser machen würde dokumentieren. Ich selbst bin absoluter YouTube Neuling. Ich werde also viele Fehler machen…

Wenn Du willst kannst Du direkt mitmachen – oder erstmal abwarten und zuschauen.

Da ich kein Freund von Cliffhangern und langem Hinhalten bin, fangen wir auch gleich damit an.

Schritt 1: Die Monetarisierungsstrategie – 3 Wege um mit einem YouTube Kanal Geld zu verdienen

Bevor wir uns überhaupt Gedanken darüber machen, welche Nische wir auf YouTube bespielen wollen, sollten wir uns Gedanken zur Monetarisierung des Kanals machen. Denn wir sollten unser Ziel nicht aus den Augen verlieren: Geld mit YouTube verdienen. Passives Einkommen erzielen.

Es nützt uns leider gar nichts, wenn wir die besten Videos produzieren, die am Schluss aber nur Arbeit und kein Einkommen generieren.

Generell haben wir für die Monetarisierung des Kanals drei Möglichkeiten:

  1. Werbeeinnahmen durch Googel AdSense: Nachdem wir 1000 Abonnenten und 4000 Wiedergabestunden erreicht haben, können wir uns für das YouTube-Partnerprogramm bewerben. Wird unser Kanal dann darin aufgenommen, schaltet YouTube Werbung vor unseren Videos, an dessen Einnahmen wir beteiligt werden.
  2. Platzierung von Affiliate Links: Neben der Werbeeinnahmen können wir uns passende Affiliate Produkte, z.B. via Digistore24 oder Clickbank heraussuchen, die wir in den Videobeschreibungen unserer Videos platzieren. Der Vorteil hierbei ist, dass wir dafür keine Mindestanforderungen an Abos oder Wiedergabestunden haben. Theoretisch könnte man also von Tag 1 an Geld mit dem YouTube Kanal verdienen.
  3. Eigenes Merchandise erstellen: Wenn es zu der gewählten Nische passt, könnten wir theoretisch auch eigene T-Shirts oder sonstige Accessoires erstellen und deren Links in unserer Videobeschreibung unterbringen. Dafür bieten sich Redbubble oder Spreadshirt an.

Wie Du Dir jetzt wahrscheinlich schon denken kannst, habe ich mich für Variante 2 entschieden. Ich werde also von Beginn an Affiliate Links bzw. den Link zu einer Squeeze Page in meinen Videobeschreibungen platzieren. Auf der Squeeze Page werde ich den Namen und die Email-Adresse meiner Besucher sammeln, um sie auf ein passendes Angebot aufmerksam zu machen.

Um für ausreichend Traffic zu sorgen, werde ich neben meiner Aktivität auf YouTube (das die Plattform wohl gerne bei neuen Kanälen sieht), weitere Besucher von anderen Social Media Plattformen auf meinen Kanal lenken. Natürlich nicht gleichzeitig, sondern nach und nach. Wahrscheinlich werde ich mit Facebook-Gruppen anfangen.

Schritt 2: Die perfekte Nische, um ohne eigenen Content auf YouTube Geld zu verdienen

Es gibt so viele spannende Themen zu denen man Videos produzieren könnte.

Neben dem Aspekt, ob ich selbst eine Nische spannend finde oder nicht, ist für diesen Selbsttest aber noch eine andere Sache entscheidend: Damit wir den “Anleitungen” aus den besagten Videos folgen, müssen wir eine Nische wählen, bei der wir Videos erstellen können, die hauptsächlich aus dem Zusammenfügen mehrerer Dateien aus verschiedenen Quellen bestehen.

Nachdem ich mir einige Videos dazu angeschaut habe, sind mir dabei die folgenden Nischen am häufigsten aufgefallen:

  1. Naturgeräusche oder “Geräuschvideos” im Allgemeinen
  2. Erstellen von Compilations aus Creative Commons Videos
  3. Meditation und Affirmationen
  4. Klassische Musik
  5. Nachrichten übersetzen

Wenn Du Dir eine Shortlist von Ideen für einen eigenen YouTube Kanal erarbeitet hast, würde ich Dir empfehlen das Potenzial der Nische zu überprüfen. Das habe ich nicht im Detail gemacht, sondern auf die Anleitung verlassen. Würde ich nochmal von vorne anfangen, wäre das aber ganz vorne auf meiner Liste.

Konkret heißt das: wie hoch ist die Nachfrage/ das Suchvolumen? Wie hoch sind ist der CPM (Cost per 1000 Impressions) für diese Nische? Wenn eine Abkürzung nehmen willst, findest Du >>hier eine Liste mit 100 profitablen Nischen.

Weil mich die Nische auch tatsächlich interessiert und die Videos trotzdem relativ einfach aufgebaut sind, habe ich mich für diesen Test für die Nische Meditation und Affirmationen entschieden.

Da wir jetzt wissen was unsere Nische ist, sollten wir uns Gedanken darüber machen, was wir auf YouTube eigentlich zeigen wollen.

Schritt 3: Konkurrenzkanäle anschauen und Content-Strategie festlegen

Ein wichtiger Schritt, der von vielen übersprungen wird. Und dabei rede ich nicht nur von YouTube. Wenn Du Geld im Internet verdienen willst, musst Du immer wissen, was für Angebote es bereits in Deiner Nische gibt. Das ist absolut wichtig dafür, dass Du Dir eine Strategie erarbeiten kannst, mit der Du dich von Deinen Mitbewerbern unterscheiden und Deinen potenziellen Käufern einen Mehrwert bieten kannst.

Wenn Du dafür keine Zeit hast, solltest Du Dir unbedingt >>das hier anschauen. Eric Hüther verschenkt gerade seinen Content Cashflow Kurs. Eric ist einer der erfolgreichsten Menschen in Deutschland, die komplett anonym Geld mit YouTube verdienen. Der Kurst kostet normalerweise 199€… Aktuell musst Du nur die Transaktionsgebühr von 1€ übernehmen. >>Hier findest Du das Angebot.

Genauso wichtig ist es zu überlegen, was man eigentlich auf YouTube zeigen möchte.

Die Profis nennen sowas auch Content Pillars: welche Arten von Content möchte ich produzieren bzw. zeigen?

Und vor allem, welche Art von Content möchte meine Zielgruppe sehen?

Meistens fallen diese Pillar in die drei Klassiker Education, Entertainment oder Inspiration.

Du legst Dich aber nicht auf einen Pillar fest, sondern nutzt mehrere, um Abwechslung in Deinen Kanal zu bringen.

Für diesen Test werde ich mich aber tatsächlich auf einen Content Pillar beschränken, da ich reine Meditations- bzw. Affirmationsmusik erstellen werde. Ich werde also keinen Content produzieren, der Leuten erklärt, wie Affirmationen funktionieren oder man richtig meditiert.

Die Zielgruppe für meinen Kanal finden

In dieser Schritt für Schritt Anleitung um mit YouTube Geld zu verdienen gehe ich nicht im Detail auf die Definition Deiner Zielgruppe ein.

Das ist der reinen Zeit geschuldet. Außerdem geht es ja darum, die “Anleitungen” auf Social Media zu testen. Natürlich erweitere ich meine Anleitung auf der einen oder anderen Stelle, an der ich es für sinnvoll halte. Aber im Kern mache ich in diesem Test nur nach, was ich bis jetzt bei solchen Videos gesehen habe – und da hat keiner bis jetzt wirklich von der Definition seiner Zielgruppe gesprochen.

Da das aber ein wirklich wichtiger Punkt ist, würde ich Dir empfehlen Deine Zielgruppe zu definieren. Am besten erstellst Du eine Persona. Das mache ich normalerweise für alle meine Affiliate Projekte. Alles was zu dazu wissen musst, erfährst Du in diesem Video:

Konkurrenz-Analyse: Andere Kanale und deren Content anschauen

Nachdem wir nun wissen, was wir für wen auf YouTube laden, schauen wir uns unsere Konkurrenz einmal genauer an.

Wie gesagt – das ist absolut wichtig, und zwar aus mehr als einem Grund: zum Einen lernen wir, was in unserer Nische funktioniert und was nicht.

Was sind die Videos, die viele Klicks, Likes und Kommentare erhalten? Welche sind eher ein Flopp? Wie oft werden neue Videos hochgeladen und was sind die Top-Kanäle in dieser Nische?

Wir lernen aber auch wie diese Kanale optisch aufgebaut sind. Das ist wichtig zu wissen, damit wir uns differenzieren können. Hier spielt u.a. das Video Thumbnail eine wichtige Rolle. Wenn wir uns als Neuling in diesem Markt etablieren möchten, müssen wir uns direkt von den bestehenden Videos unterscheiden. Und das geht am besten mit einer anderen Optik – also andere Farben, Schriftarten, Grafiken etc.

Um das alles zu analysieren, müssen wir unsere Nische erstmal finden. Was ich mit finden meine ist, wie würde unsere Zielgruppe a.k.a. unser potenzieller Abonnent nach solchen Videos auf Google oder YouTube suchen? Wir brauchen also die relevantesten Keywords für unsere Nische.

Ich nutze für Keyword-Analysen eine Kombination aus mehreren Quellen, um einen möglichst vollständigen Überblick über den Markt zu bekommen.

Wenn Du ein Google-Adwords Konto hast, kannst Du natürlich auf den Keyword Planner zugreifen.

Für alle die keins besitzen, kein Problem! Eins meiner Lieblingstools, das auch noch kostenlos ist, ist Ubersuggest von Neil Patel.

In der kostenlosen Version kannst Du hier bis zu 3 Suchanfragen pro Tag abschicken. Das Tool gibt Dir nicht nur das Suchvolumen für dein Keyword, sondern auch Empfehlungen für weitere Keywords, die mit deiner Suche verwandt sind.

Was das Tool noch ein bisschen cooler macht ist, dass Du Dir deine Suche als CSV-Datei runterladen kannst. Ohne Registrierung.

Quelle: Ubersuggest

Damit hätten wir auf jeden Fall schon mal ein paar Keywords, mit denen wir weiter suchen können. Um alles nochmal zu überprüfen und erweitern, checke ich alles nochmal mit kostenlosen Keyword-Generator von Ahref gegen.

Für die Suche auf YouTube direkt, würde ich Dir das kostenlose Chrome-Plugin Keywords Everywhere empfehlen.

Das zeigt Dir u.a. die monatlichen Suchvolumen für ein bestimmtes Video, aber auch den Optimierungsscore und natürlich die genutzten Keywords der am höchsten gerankten Videos. Mit Keywords Everywhere kannst Du diese Statistiken auch als Excel-Datei exportieren.

Damit Du den Überblick nicht verlierst und Dir von Anfang an eine Datenbank mit Keywords anlegst, solltest Du deine gesammelten Daten in einer Datei bündeln. Im Anschluss kannst Du dann Keyword Cluster bilden, die Dir später bei der Auswahl der richtigen Keywords für Deine Videos helfen. Ich nutze hierfür ein Template, das ich aus >>diesem kostenlosen Training erhalten habe. Dort kannst Du Dir nicht nur das Template abgreifen, sondern lernst auch wie Du Keyword-Analysen richtig durchführst – for free.

Bevor wir jetzt nun endlich loslegen und unseren Kanal aufbauen, sollten wir noch eine wichtige Sache tun: Wir sollten uns die Spielregeln von YouTube anschauen.

YouTube Monetarisierungs- und Community-Richtlinien überprüfen

Auch hier sollten wir unser Ziel nicht aus den Augen verlieren. Ich weiß, man kommt schnell in einen Flow und ist total motiviert am besten gleich morgen 30 Videos auf YouTube zu laden und Geld damit zu verdienen. Aber ich sag’s nochmal: wenn wir es nicht schaffen, dass unser Kanal monetarisiert wird, bricht uns mindestens eine Umsatzquelle (die Werbeeinahmen) weg.

Wie ich gelernt habe, hat YouTube seine Richtlinien vor kurzem geändert. Und diese Änderungen hat einen riesen Einfluss auf den weiteren Verlauf dieser Serie.

Laut Richtlinien des YouTube-Partnerprogramms werden Videos, die die folgenden Eigenschaften haben nicht mehr monetarisiert:

Quelle: YouTube Partnerprogramm Richtlinien

Wenn Du diesen Text durchliest, weißt Du worauf ich hinaus will, oder?

So wie ich die Sache interpretiere, würde unsere Videos nach aktuellem Stand nicht mehr in das YouTube-Partnerprogramm aufgenommen werden.

Also wäre dieser Selbsttest rein theoretisch an dieser Stelle beendet.

Du erahnst es aber schon allein am Titel dieses Beitrags – wir hören natürlich nicht auf!

Auch wenn das Zwischenfazit ganz klar ist, dass man so wie diese ominösen Videoanleitungen es Dir zeigen kein Geld auf YouTube im Jahr 2021 verdienen kann. Ich finde das Thema mega spanned und möchte es weiter versuchen.

Daher werde ich diese Miniserie weiterführen.

In Teil 2 werde ich Dir verraten, was ich mir ausgedacht habe, damit unsere Videos den Monetarisierungsrichtlinien entsprechen, wie mit welchen Tools ich unseren Kanal kostenlos gestalten werde – und natürlich, woher ich die Musik und Videos für den Content bekomme.